Eine Biker-Tour

Wir mussten also nun schauen, dass wir wieder Zeit gutmachten. Also gaben wir ordentlich Gas und machten nur noch seltener eine Pause. Das ermöglichte uns auch mildere Temperaturen. Wir schafften weitere 300 km und waren somit schon fast am Ende unserer Reise. Wir besuchten noch ein Dorf, in welchen ein kleines Fest stattgefunden hatte.

Die Bewohner dort betrachteten genau unsere Motorräder und waren sehr angetan, weil sie scheinbar noch nie Enduro-Maschinen gesehen hatten. Es gab dort leckeres Essen, was aus irgendeinem Fleisch und Kartoffeln bestand. Das war für uns der reinste Luxus nach wochenlangem Dosenfutter! Die Leute dort waren sehr nett und haben sich wahrscheinlich auch gefreut, dass sie mal fremde Menschen sahen. Das Dorf bestand vielleicht aus 40 Einwohnern…

Nach einer viel zu langen Nacht mit viel zu viel selbstgebrannten Wodka ging es viel zu früh weiter. Wir waren nun mit unseren Kräften so ziemlich am Ende und freuten uns auf Zuhause! Die letzten Kilometer gingen recht zügig und wir kamen relativ pünktlich dank GPS und Satelitentelefon (mit welchem wir unsere Heimreise organisieren konnten) an dem vereinbarten Treffpunkt an.

Wir verluden unsere Maschinen auf dem LKW und freuten uns auf Deutschland. Am nächsten Tag um 4 Uhr morgens hatten wir wieder deutschen Boden unter den Füßen. Jetzt wollte jeder nur noch heim und ordentlich ausschlafen. Am nächsten Abend trafen wir uns auf ein Gläschen Wein und sahen uns gemeinsam die Bilder der Reise an.
Alles in Allem ein anstrengender, aber lohnender Reisetrip mit einer wunderschönen Landschaft, netten Menschen und unvergesslichen Momenten!